Bayerische Meisterschaften der U16 am 14./15.07.2018 in Kitzingen

Die Bayerischen Meisterschaften begannen bereits am Freitag auf der Autobahn. Genauer auf einer Raststätte. Da die Bayerischen Meisterschaften der U16 in Kitzingen, kurz vor Würzburg, stattfanden, brachen Amélie Unkel, Carolina Divertito, Magdalena Weiß und Nele Speidel und ihr Trainer Marcus Kusian bereits am späten Nachmittag des Vortages auf. Um dem Pendlerstau aus München raus zu umgehen, bereiteten die Athleten ein reichliches Abendessen vor und sobald der Stau stärker zunahm, wurde auf einer Raststätte zu Abend gegessen. Mit Wurst, Brot, Käse, Streichwurst und Pfannkuchen mit nutella wurde für die nächsten zwei Tage Kraft getankt.

Am Samstag ging es für Amélie im Hürdensprint der W15 um die Qualifikation für das Finale. Mit der Meldeleistung von 12,16 s war sogar ein Podestplatz drin und ein wenig anvisiert. Etwas holprig kam sie dann aus dem Startblock und musste dann tatsächlich um ihren Finalplatz bangen. Eine Stunde später steigerte sie sich aber deutlich und wurde mit 12,18 s in einem sehr spannenden und knappen Finale gute Vierte.

Am frühen Nachmittag war Magdalena im Stabhochsprung der W14 dran. Als Zweite der Bayerischen Bestenliste sollte es auf jeden Fall eine Medaille werden. Doch Magdalena plagte in der Woche eine Sommergrippe und reiste etwas geschwächt an. Um Kräfte zu sparen wurde auf viele Sprünge beim Einspringen verzichtet und die Einstiegshöhe höher gewählt als bisher. Mit zwei sauberen Sprüngen über 2,55 m und 2,70 m war dann sogar schon der zweite Platz sicher. Leider fehlte dann doch ein wenig die Energie für höhere Höhen um die beste des Tages anzugreifen und so durfte Magdalena ihre Silbermedaille entgegen nehmen.

Zum Abend hin fanden die Staffelwettbewerbe statt und die LG 90 schickte in der WU16 in der Besetzung Carolina, Nele, Magdalena und Amélie eine starke Staffel ins Rennen. Die Staffelwettbewerbe in der Saison liefen nie so ab wie wir uns das bisher vorgestellt hatten, so dass die Hoffnung durchaus berechtigt war, mit einem guten Lauf ins Finale vorzustoßen. Nur leider war Nele etwas zu nervös. Auf ihren ersten Bayerischen Meisterschaften nach einem halben Jahr Leichtathletiktraining lief sie zu früh los und Carolina konnte sie vor dem Ende des Staffelraums nicht mehr erreichen. Das bedeutete die Disqualifikation und ein etwas betrübliches Gefühl zum Ende des ersten Tages.

Der Sonntag begann mit Weitsprung der M15 und Tim Dannheuser von der LG 90. Extra in der Früh um 5:00 Uhr aufgestanden war Tim erst am Wettkampftag angereist. Ziel war eine Platzierung unter den besten 8 und damit die Teilnahme im finalen Wettkampf. Mit 5,67 m sprang er zwar nahe an seine Bestleistung heran, für die Top 8 hat es aber leider nicht gereicht. Mit seiner Leistung erreichte er einen sehr guten 10. Platz.

Während Tim beim Weitsprung startete, stand Nele im Startblock zu den 100 m in der Altersklasse der W14. Leider konnte sie die Nervosität vom Vortag nicht ganz ablegen und so geschah, was geschehen musste. Der erste Start in Nele’s Lauf wurde zurückgeschossen. Glücklicherweise war der gesamte Lauf sehr unruhig und es gab für alle nur eine Verwarnung. Beim nächsten Startversuch platzte bei Nele der Knoten. Mit 13,38 s erreichte sie den Zwischenlauf und verbesserte ihre Bestleistung deutlich nach unten. Nach dem Zwischenlauf erreichte eine überglückliche Nele einen insgesamt 14. Platz.

Den Abschluss der LG90 machten Anna-Lena Linke und Amélie im Stabhochsprung. Nach den Vorleistungen aus dem Jahr konnten beide auf eine Medaille schielen. Mit Ausnahme der Bestplatzierten waren alle sehr nah beieinander, was ein spannendes Finale versprach. Beide überquerten die 2,75 m und aufgrund der wenigeren Fehlversuche lagen sie auf den Plätzen zwei und drei, bevor es an die 2,85 m ging. Anna-Lena hatte mit einem technisch sehr sauberen Sprung etwas Pech, als die Latte einfach nicht liegen bleiben wollte. Amélie übersprang die 2,85 m im dritten Versuch und probierte sich anschließend noch an den 3 m, die dieses mal zu hoch aber bei weitem nicht unmöglich waren. Auf das Podest durften schließlich beide. Anna-Lena bekam die Bronzemedaille und Amélie die Silbermedaille umgehängt.