Bayerische Mehrkampfmeisterschaften am 30.06/01.07.2018 in Garmisch-Partenkirchen

Als einzige Starterin der LG 90 war Amélie Unkel in der W15 in Garmisch-Partenkirchen bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften, dies aber mit großen Ambitionen. Nach einer bisher sehr guten Saison und dem Verpassen der letztjährigen Deutschen Mehrkampfmeisterschaft um 20 Pkt. sollte es dieses Jahr auf jeden Fall eine Medaille werden und im Idealfall die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaft in Wesel. Nach dem Ausfall der Südbayerischen Mehrkampfmeisterschaften war dies zugleich auch der erste Siebenkampf für Amélie.

Bei warmen Temperaturen und guten Bedingungen am Fuß der Zugspitze ging es mit 80 m Hürden los. Hier hat Amélie schon in den letzten Wettkämpfen eine sehr guten Eindruck hinterlassen und so sollte ein guter Hürdensprint zu Beginn durch den Siebenkampf tragen. Mit einem erstklassigen Lauf steigerte sie ihre persönliche Bestleistung auf 12,16 s und qualifizierte sich damit sogar für die Deutschen Einzelmeisterschaften im Hürdensprint Bochum-Wattenscheid.

Euphorisiert von diesem starken Auftakt lies Amélie 5,01 m im Weitsprung folgen und warf den Speer auf 27,31 m zu neuer Bestleistung. Zum Abschluss des ersten Tages knallte Amélie noch eine 12,98 s auf die Bahn und platzierte sich in der Spitzengruppe.

Der zweite Tag begann mit Kugelstoß und mit 9,07 m lies Amélie hier erstmals ein paar Punkte liegen. Im Training lief es zuletzt deutlich besser, der sehr guten erste Tag kompensierte die Leistung. Im Hochsprung hatte das gesamte Teilnehmerfeld aber etwas Pech mit dem Wind. Schon das ganze Wochenende kam immer wieder ein böiger Wind ins Stadion und der würfelte das Feld nochmals durcheinander. Mit überquerten 1,46 m schaffte Amélie gerade so das die nötige Leistung um mit einem guten 800 m – Lauf die nötigen 3575 Pkt. für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften zu erreichen. Im Kampf um den Titel Bayerische Mehrkampfmeisterin musste sie aber mit einem großen Rückstand auf die zwei Stadionrunden gehen.

Es deutete sich somit ein spannendes Finale an. Amélie lag vor dem 800 m – Lauf auf dem dritten Rang und sowohl nach vorne, als auch nach hinten war alles eng beieinander. Mit dem Startschuss deutete sich gleich ein schnelles Rennen an und Amélie lief mit 2:28,96 min eine neue Bestleistung und distanzierte so nicht nur ihre Konkurrentinnen die vor dem Lauf hinter ihr lagen sonder überholte so auch nicht die Zweitplatzierte.

Mit starken 3606 Pkt. belegte Amélie am Ende den zweiten Platz bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften und qualifizierte sich neben den 80 m Hürden auch im Siebenkampf für die Deutschen Meisterschaften.